Frankas Blog

Auf Abwegen

Meine bisher schönste Fahrt nach Frankfurt… 31. Juli 2008

Einsortiert unter: nichts Bestimmtes — Franka @ 5:41

Am letzten Freitag hatten wir mal kein Training, weil zuviele mit Abientlassungen und Ähnlichem beschäftigt waren…das waren noch Zeiten… Ich war also um kurz vor 16 Uhr bereit zum Aufbruch nach Frankfurt. Koffer gepackt, CDs, Wasser, ne Milch und ein wenig Obst, die man im Korb wunderbar in den Beifahrerfußraum stellen konnte, mitnahmebereit. Und ja, frau brauch einen Koffer, Rucksäcke sind viel zu unübersichtlich, man stelle sich vor, der ganze Kram, der auf nem unaufgeräumten Schreibtisch liegt, steckt in einem schmalen hohen Kistchen und da soll man dann mit arbeiten; das zum Verständnis. Achja, dazu noch: Ich führe ne Fernbeziehung zu einem tollen Mann, der am Ziel meiner geplanten Fahrt wohnt. Ich verlasse also das Haus, um zum Auto zu gehen. Ein OPEL Astra Kombi, Automatik, am Vorabend von meinem Vater geliehen. Ja, der gibt mir sein Auto freiwillig, man mag es kaum glauben, hat sogar extra nochmal nach allem geguckt, der gute :D Auf dem Weg zum Opel erzählt mir mein Freund per Handy, dass er doch eher nachhause kommt (Mist,hätte ich doch früher losfahren sollen!), naja, nicht weiter schlimm, besser, als vor ihm da zu sein. Ich hätte einmal schon fast vor der Tür gestanden, weil mann später von der Arbeit kam und ich früher losgefahren bin, als ich es gesagt hatte. Nachdem ich meinen portablen CD-Player in den Zigarettenanzünder und die “Übertragungskassette” ins Kassettendeck gestopft hatte (etwas älter, der gute Opel :) ) und erst kurz gefahren war, teilte mir mein Freund dann nochmal mit, dass auf der A5 und der A7 schön Stau sei. Hinterher war klar, warum. In Hessen und Thüringen fingen gerade an dem Wochenende die Sommerferien an. Ich dachte mir nicht groß was dabei, denn ob man nun 2 Stunden lang zusätzlich zur Fahrt im Stau steht oder nicht, war mir in dem Moment egal; Hauptsache im zweiten Zuhause ankommen :D . Ich bin also weitergefahren und schon auf der A39 lief es nicht ganz so gut, aber es lief, mit durchschnittlich 100 km/h. Als ich dann in den ersten Stau fuhr, einer lag direkt hinter einer Kurve, wahrlich gefährlich…, hab ich schön meine Musik lauter gedreht, das Fenster runtergekurbelt und mich fast geschämt :D Ich hatte die Idee, mal die alten The Dome CDs anzuhören und wir haben damals ja einen Schund gehört… *lol* Nach der ersten DoppelCD entschied ich mich dann auch dazu, lieber etwas anderes zu hören. Ich wählte die CD zum Musical von Grease. Das fand ich echt genial, tolle Show! Mit wirklich einfachen Dingen haben die wahnsinns Effekte erzielt. Rock’n Roll hebt eh die Stimmung, vorallem, wenn man, wie ich im Auto, schön mitsingt :) erwähnte ich, dass mein Fenster runtergekurbelt war und ich im Stau stand!? Ich hatte richtig gute Laune :) So hab ich wenigstens auch was von dem schönen Sommerwetter draußen mitbekommen, mit geschlossenem Fenster und 150 km/h wär das ja nur so an mir vorbeigezogen. Also, alles Friede Freude Eierkuchen, trotz Stau. Tja, aber es muss ja eine Wende in der Geschichte geben…und die gabs auch. Irgendwann guckten mich die Personen aus dem Auto links neben mir doch etwas zu komisch an und auch eher vor mich als direkt zu mir…da dachte ich mir, guckste doch auch mal dahin…und das sah nicht gut aus. Es stiegen dichte Dampfschwaden vorn unter meiner Motorhaube hervor. Ich war leicht beunruhigt, aber zum Glück hatte ich immernoch ne recht hohe Grund-Gute-Laune und es stellte sich keine Verzweiflung oder dergleichen ein. Tja, dachte ich mir, warum muss das jetzt ausgerechnet dir passieren!? Ich fuhr also von der mittleren Spur auf den Standstreifen und machte erstmal meine Motorhaube auf. Schön ordentlich die Stange eingehakt und mal gucken, was da so los ist. Dumm nur, dass man quasi nichts sehen konnte, weil einem immer noch heißer Dampf entgegen kam. nach einer Weile hatte er sich etwas verzogen und ich konnte sehen, dass das Ganze scheinbar mit dem Kühlwasser zu tun hatte. Nach einer Fingerprobe von dem Kram, der aus meinem Motorblock gelaufen war, bestätigte sich mein Verdacht, dass es sich wohl “nur” um Kühlwasser handelte. Fragte sich nur, warum mein Moto überhaupt so heiß geworden war und dann auch etwas herausgelaufen war, denn ich hatte von der mittleren zur Standspur ein kleines Rinnsal hinter mir hergezogen. Irgendwas musste defekt sein. Was macht man in so einer Situation? Insbesondere, wenn man selbst weiblich ist und einen Vater hat, der nicht nur Besitzer des Autos, sondern auch gelernter Automobilmechaniker ist… Man ruft genau den mal an. Der meinte,ich solle noch einen Moment warten und vorsichtig weiterfahren bis zur nächsten Raststätte und dort Wasser nachfüllen. Da ich aber lieber alles totdenke, bevor ich handle, hab ich auch noch meinen Freund angerufen, der von seinem Arbeitgeber auch als Mechaniker missbraucht wird. Er vermutete erstmal das Schlimmste und verunsicherte mich dadurch ein wenig. Nach einer Weile hab ich meinen knappen Liter Trinkwasser geopfert und den etwas abgekühlten Kühlwasserbehälter aufgedreht und befüllt. Nicht nur da hab ich durch mein Rumlatschen um mein Auto in der extrem stylischen neongelben Warnweste viele dumme Gesichter entgegengestreckt bekommen. An jene hätte ich nichtmal gedacht, wär mein männliches Gegenstück nicht gewesen. Immerhin hat mein Aufsehen auch das gebracht, dass mir ein paar besonders Neugierige auf Nachfrage erzählten, welche die letzte Ausfahrt war. Mein Trinkwasservorrat hatte den Wasserstand im Übrigen kaum verändert, aber ich hab mich dann nach Zustimmung meines Freundes auf den (langsamen!) Weg zur nächsten Raststätte gemacht, die nach längerem Hin- und Hertelefonieren mit und von jenem wissentlich ein ADAC-Büro hatte…Glück im Unglück möchte man meinen… Dieser Raststätte näherte ich mich also nun langsam auf dem Standstreifen, konnte mich ja mit dem heißen Motor schlecht wieder in den Stau stellen und Stop and Go spielen. Dumm nur, dass da mehrere Male Pkws und Lkws im Weg standen, die selbst Pannen hatten oder mal so taten, als ob. An diesen Stellen versuchte ich mich immer im Stau weiterzubewegen, ging grundsätzlich, wenn es nicht gerade mal wieder komplett stand. Warten war die Devise, wenns wieder einigermaßen lief, rauf auf den Fahrstreifen, am Hindernis auf der Standspur vorbei und weiterfahren…Zwischendurch rief dann auch noch ein Freund von mir an, ich weiß garnichtmehr, was er wollte…in erster Linie wissen, was ich mache…dem erzählte ich die Story soweit dann auch nochmal und bekam den guten Tipp, auf jeden Fall nicht langsam zu fahren…ja, der Motor läuft sonst heiß, ich weiß, danke für den Tipp, lässt sich in nem Stau besonders gut machen! Irgendwann meinten dann wunderbarerweise natürlich gewisse Lkw-Fahrer, insgesamt bin ich zweien jener Art begegnet, dass ich böser Pkw-Fahrer mich nicht auf der Standspur um den Stau drücken dürfe. Um das zu verhindern stellten die sich einfach halb auf die Standspur, wenns mal wieder stockte oder sie jemanden von rechts kommen sahen. Nachdem ich mehrere Male an dem einen gescheitert war, stieg ich aus und wollte ihm sagen, was ich da treibe und dass er sich garnicht so “querstellen” muss, da liefs weiter und ich bin dann mal wieder zu meinem Auto gelatscht…Irgendwann hab ich es dann tatsächlich geschafft, das besonders hartnäckige Brummifahrer-Exemplar über die mittlere Spur zu überholen und mich wieder auf der Standspur einzuordnen. Das Tollste an der Raststätte, die ich ansteuerte, war nicht, dass sie nur etwa 6 km weg war, sondern !Achtung Ironie! quasi mitten im Stauursprung war, wegen Brückenarbeiten waren da wohl einige Spuren gesperrt…Nach einer Weile regten sich die tatsächlichen bösen StauausdemWeggeher, die auf dem Standstreifen fuhren über mich auf, weil ich die Standspur nichtmehr verlassen wollte und ein leichtes Hindernis darstellte, da brodelte es in mir, hätte mal wieder fast geschrien …oder geheult (ich darf das, Frau und so :P )…Zu allem Überfluss war dann kurz vor der Raststätte, die ja mein vorrangiges Ziel war, die Standspur wegen den Bauarbeiten gesperrt, da konnte ich also nicht weiterfahren…mit der Ausfahrt im Blick, es handelte sich nämlich eher um einen Autohof, stand ich da also schön im Stau, wissentlich, was meinen Motor angeht; zumindest soweit, als dass ich jeden Moment wieder anfangen könnte rumzudampfen und kein Wasser mehr dabei hatte. Letztendlich habe ich es tatsächlich zum ADAC-Büro geschafft, bei Kirchheim, ich werde mich immer daran erinnern, wenn ich da vorbeifahre. Trotz der fortgeschrittenen Uhrzeit, es war wohl so kurz vor 23 Uhr, erwähnte ich, dass ich um 16 Uhr losgefahren bin!? *grr*, war da wer, der mir gleich geholfen hat. Und zwar lediglich mit Nachkippen von Kühlwasser! Laut dem polnischen gelben Engel gibt es eine Sicherung, die bei zuviel Dampfdruck, ein Ventil öffnet, wo dann Wasser austritt, darum das verschwundene Wasser mitten auf der Bahn, ist aber noch sehr umstritten, diese Version des Fehlers…so ein Sicherheitsventil o.ä. gibt es laut zwei bekannten Mechanikern, die dazu befragt wurden, nicht, mal ganz davon ab, dass das nicht klärte, was überhaupt erst dazu geführt hatte, dass der Motor so heiß wurde. Im Nachhinein stellt sich die Vermutung ein, dass das Kühlgebläse am Motor hin ist oder auch “nur” der Temperaturfühler, sollte der am Auslösen des Gebläses beteiligt sein, denn der hat nicht geblinkt o.ä., aber wer guckt da schon andauernd auf den Ausschlag, womöglich hat ein so alter Astra keine Warnlampe für zu heißen Motor…aber nunja…ich war in dem Moment beruhigt, bin nochmal schnell aufs Klo geflitzt, das stand da grad so günstig :) und weitergefahren. Da der gelbe Teufel, oh, Verzeihung, Engel natürlich, mich auf die Landstraße lotste, da man auf die Autobahn an der Stelle wohl nichtmehr draufkam oder ich lieber den Stau nicht riskieren sollte, bin ich an der nächsten Auffahrt, auf die man tatsächlich nicht rauffahren konnte vorbeigefahren und mein Navi sagte mir dann bald noch 1 1/4 Stunde Fahrt an bis zu meinem tatsächlichen Zielort, Frankfurt am Main. Auf der Strecke dahin befand sich praktischerweise noch ein bekanntes FastFoodRestaurant, das mit M beginnt. Endlich wieder was zu trinken. Mein Wasser war ja vorn unter der Motorhaube und meine Milch schon alle bis dahin, also die mitgeführte, ich bin ja keine Kuh :D …naja, manchmal vielleicht ne Ziege, aber ich weiche wieder vom Thema ab… Neben dem Trinken gabs noch einen “Großen” Burger, den ich direkt verdrückte und einen Salat, dessen Essen mir dann doch erstmal zuviel Mühe machte. Wesentlich zufriedener als vorher fuhr ich dann mit dem Macchen im Bauch weiter und kam tatsächlich noch an, nichtmehr am gleichen Tag, aber irgendwas ist ja immer… Nach 8 1/4 Stunde Fahrt hatte ich es also endlich geschafft und konnte meinen Süßen in die Arme schließen. Was lehrt uns das!? Kaputte Autos sind doof und zu Ferienbeginn sollte man Autobahnen insbesondere nachmittags meiden! Was man nicht alles tut…jaja, die Liebe… ;)

Achja, die Hauptmoral: BigMacs von McDonald’s sind saulecker und man brauch sie manchmal einfach! (<–Einzelmeinung)

Sollte jemand ne Ahnung haben, was das Opelchen hat, ich bin für Ideen offen!

 

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